Tagungshotel und Kaiserstadt

Viel Geschichte in neuem Glanz!

Der im Jahre 1508 erbaute Zwinger diente dem Schutz des Rosentores, in welches die Heerstraße nach Hildesheim mündete. Der ursprüngliche Rosentorzwinger genannte Turm besitzt einen Durchmesser von 22 m bei einer Mauerstärke von knapp 5 m und einer Höhe des Mauerwerks von 16 m. Er ist aus unregelmäßigen Bruchsteinen gebaut und zeigt teilweise gotisches Hohlkehlgurtgesims. Ihn zierte ein hohes, schiefergedecktes Spitzdach, welches vermutlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebaut wurde.

Der Name „Achtermann“ geht auf eine alte Goslarer Ratsfamilie zurück und ist erst um 1800 auf den Rosentorzwinger übergegangen. Der original Achtermann-Zwinger war ein 1501 erbauter, riesiger und stark armierter Wehrturm zwischen dem Rosentor und dem Breiten Tor, der 1792 abgerissen wurde, nachdem die Befestigungsanlagen der Stadt im Laufe der Zeit ihren Schutzcharakter verloren hatten.

Dem drohenden Abriss entging der heutige Achtermann - Turm nur, weil er der Schlachtergilde als Schafstall diente. Nachdem bereits 1868 einige bauliche Veränderungen vorgenommen worden waren, eröffnete am 02. Juli 1886 der neue Besitzer Ernst Paul die „Altdeutsche Bierhalle“ im Erdgeschoss des Turms. Das heutige Restaurant „Altdeutsche Stuben“ ist noch im ursprünglichen Zustand erhalten. Aus den ersten beiden der darüberliegenden drei Stockwerke mit ihren großen Schießscharten ist der prunkvolle und damals noch mit Deckenmalerei versehene Turmsaal entstanden. Angrenzend an die dicken Mauern stand „Pauls Hotel“, ein mehrgeschossiger Fachwerkbau.

1898 übernahm Heinrich Pieper den Restaurationsbetrieb und ließ 1908 bis 1910 das Hotel „Der Achtermann“ bauen, welches bereits mit Zentralheizung, Wasserklosetts und elektrischem Licht in allen Hotelzimmern aufwarten konnte. Nach Piepers Tod führte die Erbengemeinschaft Gerecke das Haus. Krieg und Nachkriegszeit, als Goslar jahrzehntelang an der innerdeutschen Grenze lag, ließen das einstmals so traditionsreiche Hotel für die Stadt Goslar zum finanziellen Problem werden, so dass es 1978 geschlossen wurde. Durch umfangreiche Sanierungen und Erweiterungen und in Verbindung mit dem 1980 von der Stadt erbauten Tagungszentrum Goslar rückte das Hotel „Der Achtermann“ wieder in den kulturellen und geschäftlichen Mittelpunkt Goslars. Seit 1992 gibt die Familie Reinheimer dem Hotel Profil und die bereits durchgeführten und weiterhin geplanten Renovierungen erneuern das Erscheinungsbild des Achtermanns,  ohne jedoch die gewachsene Tradition des Hotels außer Acht zu lassen. Das Tagungszentrum gehört zu den beliebtesten Tagungshotels in der Mitte Deutschlands.

DER ACHTERMANN - Ein ehrwürdiger Name, der den alten Goslarer Wurzeln verpflichtet ist und daran erinnert, Tradition und Moderne geschmackvoll und sympathisch zu verbinden.